Mit dem Stück „(K)ein Mord in Aussicht“ brachte die achte Klasse der Freien Waldorfschule Bremen-Nord im Rahmen ihrer Theaterepoche eine unterhaltsame und zugleich bemerkenswert ausgearbeitete Inszenierung auf die Bühne.
Gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin entwickelten die Schülerinnen und Schüler das Stück – von der inhaltlichen Umsetzung bis hin zur Gestaltung des Bühnenbildes. Entstanden ist eine kurzweilige Aufführung mit humorvollen Momenten, die das Publikum immer wieder zum Schmunzeln brachte. Gleichzeitig überzeugten die Jugendlichen mit überraschend differenzierten schauspielerischen Leistungen und großer Präsenz.
Auch das Bühnenbild entstand in Eigenarbeit: Kreativ wurden vier verschiedene Schauplätze gleichzeitig auf und neben der Bühne dargestellt – eine anspruchsvolle Lösung, die dem Stück zusätzliche Dynamik verlieh.
Wie viel Engagement in dem Projekt steckt, zeigen auch die Stimmen der Beteiligten. „Vorfreude und Nervosität ist beides da, aber ich würde sagen mehr Vorfreude“, beschreibt eine Schülerin die Stimmung vor der Premiere. In den Wochen vor der Aufführung wurde intensiv geprobt und gelernt: „Ich habe gelernt, besser zu betonen und lauter zu sprechen“.
Neben aller Ernsthaftigkeit kam auch der Spaß nicht zu kurz. Besonders in Erinnerung bleiben laut den Schülerinnen und Schülern „die Texthänger“ oder wenn sich jemand einmal versprach – Momente, die für Heiterkeit sorgten.
Inhaltlich dreht sich das Stück – wie der Titel schon andeutet – „um einen Mord, aber auch um Freundschaften und zwischenmenschliche Beziehungen“ fasst eine Schülerin zusammen.
Und was sollen die Zuschauer mitnehmen? Auch darauf haben die Jugendlichen klare Antworten: „Bringt niemanden um“, heißt es augenzwinkernd – und vielleicht auch die Erkenntnis, Konflikte eher auszusprechen, als sie eskalieren zu lassen.
Die Aufführung zeigt eindrucksvoll, wie viel Kreativität, Teamarbeit und Mut in einem solchen Projekt stecken – und was entstehen kann, wenn junge Menschen gemeinsam Theater machen.
Die achte Klasse bedankt sich bei allen, die sie bei der Inszenierung mit Kostümen, Requisiten und handwerklichem Geschick sowie bei der Lichtinszenierung unterstützt haben. Im Besonderen bedanken wir uns bei der Bremer Schuloffensive für die Förderung des Theaterstücks mit 800€. Damit konnten wir Materialien zur Gestaltung des Bühnenbildes beschaffen, viele Requisiten anschaffen und das eine oder andere Mal uns eine Pizzabestellung leisten.
Tanja Oberdörster
